Umlaute und Bild-Optimierungen beim WordPress-Upload

Ich erlebe bei vielen Projekten, dass technisch weniger erfahrene Benutzer Bilder und Dateien mit Groß- und Kleinschreibung, mit Leerzeichen und natürlich auch den allseits beliebten deutschen Umlauten in die Mediathek von WordPress hochladen. In einigen Fällen merkt man auch erst mal keine Problem, Bilder werden vermeintlich korrekt im Frontend angezeigt und WordPress hat das Umlaute-Problem seit Version 3.6 im Griff. Ist doch alles supi! Leider nicht.

Denn nicht nur die Umlaute und Leerzeichen in Dateinamen können auf einem Webspace Stolperfallen sein. Die wenigsten Benutzer werden Ihre Bilder vor dem Upload für das Web optimiert haben, dabei sind schnelle Ladezeiten bei Webseiten u.a. ein Kriterium für ein Ranking.

Die Lösung für deutsche Umlaute, Großschreibung und Leerzeichen

Einen interessanten Beitrag zu diesem Thema habe ich hier gefunden und weiß seitdem, dass ich nicht der einzige mit dieser Problematik bin. 😉

Der o.g. Artikel von Jan Teriete hat mich auf das nützliche de_DE.php-PHP-Skript von Frank Bültge aufmerksam gemacht. Ein Skript, welches die Dateinamen beim Upload automatisch optimiert. Das nimmt allen Autoren das Überlegen ab, mit welchem Namen man denn nun die Dateien hochlädt. Wir legen das o.g. Skript derzeit standardmäßig in alle neuen WordPress-Projekte in den Ordner „wp-content/languages“, so dass automagisch beim Upload aus „Freches Früchtchen.JPG“ schönerweise „freches-fruechtchen.jpg“ wird. Problem gelöst.

Bilder beim Upload optimieren

Haben wir damit einen großen Bereich gelöst, müssen wir uns nun noch der Dateigröße von „nicht für das Web optimierte und verdammt großen Bildern“ widmen. Dafür schlage ich das Plugin WP Smush.it vor, welches beim Upload die Bilder automatisch bearbeitet:

  • Entfernen von Meta-Daten
  • Optimierung der JPEG-Komprimierung
  • konvertiert GIFs in
  • Entfernen von ungenutzten Farben

Das Schöne auch hier: die Optimierungen der Bilder geschehen im Hintergrund direkt beim Upload (kann man in den Plugin-Einstellungen unter „Einstellungen – Medien“ aber ändern). Für bereits vorhandene nicht optimierte Bilder bringt das Plugin eine Massenbearbeitung mit, mit der man alle Bilder in der Mediathek optimieren kann. Wo wird aus einem 897KB großen Original-Foto eine um 5,7% (846KB) verringerte Datei bei gleichbleibender Qualität. Hört sich nicht sonderlich viel an, bei großen Datenmengen und verschiedenen Bildformaten aber sicherlich eine Minimierung der Ladezeiten und des Speicherplatzes. Eine weitere Alternative zum Plugin „WP Smush.it“ bietet Imsanity.

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4 comments

  1. nicmare

    Schade – klappt leider überhaupt nicht. Bzw. ohne das Plugin hat er mir wenigstens in WordPress noch das Bild ausgegeben.
    Habe auf meinem mac eine Datei umbenannt in „kleiner häßlicher-Junge_mit Kätze.JPG“. Daraus wird dann dank dem Plugin „kleiner-ha?sslicher-junge_mit-ka?tze.jpg“. Datei wird nicht gefunden. Habe es dann mal spontan mit der manuellen Korrektur in der Browseradresszeile probiert „kleiner-haesslicher-junge_mit-kaetze.jpg“. seite nicht gefunden. Auf dem FTP dann die Tatsache: „kleiner-ha?sslicher-junge_mit-ka?tze.jpg“. Fazit: völlig nutzloses Plugin. Schade!

    • Hi nicmare, schade, dass das Tool bei Dir nicht funktioniert. Es funktioniert u.a. auf diesem Blog nach wie vor klasse. Arbeitest Du mit Mamp als lokalem Webserver? Hast Du noch weitere Umgebungsparameter?

  2. Sandro

    Ich bin für jeden Tipp zur Optimierung von WordPress sehr dankbar, da sie meistens der Optimierung für Suchmaschinen dienen. Bei der Umsetzung des Tipps mit dem PHP Skript zur Anpassung der Image-Dateien scheint es aber ein Problem zu geben, oder ich mache etwas falsch: Wenn ich die de_DE.php Datei in den benannten Ordner lege, wird das gesamte Blog nicht mehr gezeigt, sondern die github-Seite des Skripts. Da stimmt doch was nicht, oder?!

    • Hi Sandro,
      stimmt, da kann etwas nicht passen. Bitte diese Datei https://github.com/bueltge/de_DE.php/blob/master/de_DE.php bzw. den Inhalt herunterladen und in einer Datei namens de_DE.php in wp-content/languages ablegen. Wichtig ist auch, dass die Konstante WPLANG in der wp-config.php auf de_DE gesetzt ist.

      Falls das nicht klappt, einfach nochmal melden, dann helfe ich auch gerne anders weiter.

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